Falten um Augen oder Mund sind früh sichtbare Anzeichen des Alterns. Andere Symptome dagegen, wie eine zunehmende Brüchigkeit der Knochen, gehören zu den eher verborgenen Altersveränderungen. 

Sie verlaufen vor allem in der Anfangsphase oft ohne Symptome und machen sich erst bemerkbar, wenn schon Schäden aufgetreten sind. Möglicherweise hängen aber äußere und innere Altersvorgänge stärker zusammen als vermutet.

Studie

US-Forscher an der Universität Yale untersuchten etwa 100 Frauen mit einem Durchschnittsalter von etwa 50 Jahren nach den Wechseljahren, die sich keiner Hormonersatztherapie oder kosmetischen Hauteingriffen unterzogen hatten.

An elf Stellen von Gesicht bzw. Hals bestimmten die Forscher dann die Anzahl und Ausprägung der Hautfalten, sowie die Festigkeit der Gesichtshaut. Ebenso bestimmten sie den Grad der Knochendichte an Lendenwirbeln, Beckenknochen und Fersen.

Dabei zeigte sich: Die Knochendichte der untersuchten Frauen war umso höher, je weniger Falten die betreffende Frau hatte, und je fester ihre Gesichtshaut strukturiert war. Weitere Faktoren wie Körpergewicht, Alter oder Tabakkonsum wurden dazu bereits herausberechnet. Für die US-Forscher ist das Ergebnis ihrer Untersuchungen plausibel, denn der Aufbau von Haut und Knochen basiert auf gemeinsamen Bausteinen und Systemen im Körper. Damit gäbe es zahlreiche Prozesse, die die Gesundheit von Haut und Knochen gemeinsam beeinflussen. 

Bedeutung

Von Osteoporose ist in Deutschland etwa ein Viertel aller Menschen über 50 Jahren betroffen. Der Verlust der Knochensubstanz stellt für sich gesehen zwar keine Krankheit dar, kann aber das Risiko für Brüche und nachfolgende gesundheitliche Komplikationen erhöhen. Oftmals wird die Knochendichte jedoch erst gemessen, wenn die Betroffenen einen Knochenbruch erlitten haben. Die Ergebnisse der US-Forscher könnten helfen, Diagnoseverfahren zu entwickeln, die frühzeitig und kostengünstig Hinweise auf eine niedrige Knochendichte liefern können.


Text: Dr.Gudrun Hoffmann
Foto: analogicus /pixabay

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