18.07.2021, 15:32 Uhr

Die SWB Regional hat mit einem Team von engagierten Mitarbeitenden in den letzten Tagen deutliche Erfolge in den betroffenen Unwettergebieten des Zweckverbands Eifel-Ahr zu verzeichnen: Es ist gelungen, die Transportleitung zum Pumpwerk Dorsel in Betrieb zu nehmen.

Seit Samstag, 17. Juli, werden die Hochbehälter Dorsel und Hoffeld gefüllt, so dass neben diesen Orten auch Wirft und Kirmutscheid wieder aus der zentralen Wasserversorgung gespeist werden.

Kalenborn und Altenahr wieder angeschlossen

Die zentrale Brunnenanlage Nohn des Zweckverbandes Wasserversorgung Eifel ist aktuell wieder in Betrieb. Das bedeutet, es stehen die vollen Kapazitäten zur Verfügung für Kalenborn und Altenahr. Die Versorgung der Hochbehälter Lind und Vellen ist aufgrund erheblicher Beschädigungen im Bereich von Bad Münstereifel ebenfalls sehr eingeschränkt, nimmt aber voraussichtlich zeitnah den Betrieb auf.

Sparsam mit dem Wasser umgehen

Der Zweckverband bittet weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger, die Zugang zu einer intakten Wasserversorgung haben, die Entnahme auf das Notwendigste zu beschränken, da auch aus diesem System Trinkwasser für die übrigen Bereiche entnommen werden muss.

Vielerorts Tankwagen im Einsatz

Der Hochbehälter Falkenberg wird derzeit mit Tankwagen stetig befüllt, parallel hierzu wird eine Anbindung an das Versorgungsnetz von Blankenheim versucht, da kein Trinkwasserbrunnen gebohrt werden konnte. In Reifferscheid soll eine Trinkwasseraufbereitungsanlage eingesetzt werden, um aus örtlichen Brunnen, den intakten Hochbehälter zu füllen. Bis dahin werden auch hier Tankwagen eingesetzt. Deshalb ist auch hier ein sehr sparsamer Umgang mit dem Wasser erforderlich.

Besonders kritisch ist die Situation in den von der Flutwelle am stärksten betroffenen Orten. Hier ist das Transport- und Verteilsystem in Teilen nahezu vollkommen zerstört. Ein Wiederaufbau ist in angemessener Zeit nicht möglich. Hier werden deshalb weiterhin Wasserfässer und -container, sowie mobile Aufbereitungsanlagen eingesetzt und wo möglich mit intakten Leitungsabschnitten verbunden.

Wasser vor Verzehr abkochen

Insgesamt bleibt das Abkochgebot bestehen, sofern Wasser zum Trinken, Kochen oder zur Zubereitung von Speisen oder Getränken genutzt wird, es sei denn das Wasser kommt aus Flaschen. Zum Waschen und Reinigen kann das Wasser ohne Einschränkung genutzt werden. Wer mit Schlamm und Überschwemmungswasser in Berührung kommt, sollte die betroffenen Stelle reinigen, um Infektionen und  Hautauschläge oder Erkrankungen des Magen-Darmtraktes zu vermeiden.

Die SWB Regional (Betriebsführerin des Zweckverbandes) arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Behebung der Probleme vor Ort.(lh)


Text: SWB Regional Online