Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, aber bei mildem Wetter kann es vorkommen, dass die Vögel früh anfangen zu brüten. Deshalb ist es wichtig, den Garten frühzeitig „brutsaisonfertig“ zu machen.

Warum ist dies wichtig? Natürliche Nistplätze in Städten und Dörfern sind immer schwieriger zu finden. Durch intensive Bebauung und durch die Renovierung oder Isolierung von Häusern gehen Löcher und Nischen verloren, zudem mangelt es in vielen (Zier-) Gärten oftmals an Hecken und Sträuchern, die den Vögeln als Niststätte dienen könnten.

Wie kann man den Garten auf die Brutsaison vorbereiten?

Wenn bereits Nisthilfen vorhanden sind, sollten diese kontrolliert werden. Sind sie unbeschädigt, isolieren sie noch gut, müssen sie gereinigt werden, passt der Standort?  Diese Aspekte sollte man überprüfen und ggf. Änderungen vornehmen. Alte Nistkästen sollte man am Winterende – damit man keine Überwinterer stört – und vor Brutbeginn wieder startklar machen.

Sind keine Nisthilfen vorhanden, kann man den eigenen Garten oder Balkon durch das Anbringen von Nisthilfen, die auf das vogelvorkommen abgestimmt sind, auf das Frühjahr vorbereiten.

Egal ob im Garten, an der Hauswand oder auf dem Balkon – ein Nistkasten (oder auch eine Futterstelle) kann fast überall angebracht werden, wo man Gartenvögel beobachten kann.

Was sollte man bei der Auswahl der Nisthilfe bzw. des Nistkastens beachten?

1. Achten Sie darauf, welche Vögel Sie in der Nähe oder an der Futterstelle beobachten können und wählen Sie den hierzu geeigneten Nistkasten. Denn die Größe des Einfluglochs spielt eine wichtige Rolle: Ein großer Vogel hat eine größere Einflugweite nötig, kleine Vögel dagegen nisten auch in Kästen mit größeren Einflugweiten. Hier die geläufigsten Modelle:

  • 28 mm Besonders geeignet für u.a. kleine Meisen wie die Blaumeise
  • 32 mm  für u.a. große Meisen wie die Kohlmeise
  • 34 mm und oval für u.a. Sperlinge, Kleiber, Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz
  • 45 mm für u.a. Star und Buntspecht
  • Halbhöhlen für u.a. Rotkehlchen, Grauschnäpper, Zaunkönig, Bachstelze, Amsel und Hausrotschwanz

2. Nistkästen gibt es in vielen Ausführungen und Materialien. Bei einem Holz-Nistkasten sollte darauf geachtet werden, dass das Holz eine ausreichende Dicke hat, damit der Nistkasten gut isoliert und schützt. WoodStone-/Holzbeton ist ebenfalls ein geeignetes Material, welches langlebig ist und sogar besser isoliert als Holz.

3. Achten Sie darauf, dass der Nistkasten groß genug ist, damit Schutz vor natürlichen Feinden oder auch genug Platz für die Jungenaufzucht gewährleistet ist.

4. Ein Sitzstock unter dem Einflugloch ist überflüssig und kann für Jungvögel sogar gefährlich sein. Nesträuber erhalten damit einen leichteren Zugang zum Nest.

Übrigens können Nistkästen auch bereits im Herbst angebracht werden – die Vögel können sie außerhalb der Brutzeit als Unterschlupf vor Kälte und schlechtem Wetter nutzen!

Mehr Informationen zu den verschiedenen Nistkastenmodellen, -materialien und wie man die Nistkästen korrekt anbringt, finden sie auf www.vivara.de bzw. www.vivara.at.


Text: VIVARA

Foto: jan-meeus-unsplash