Am Abend des 24. Juli kam es gegen neun Uhr in Teilen von Euskirchen und der Gemeinde Swisttal zu einer Störung der Wasserversorgung. Circa 15.000 Haushalte waren betroffen und hatten für circa eine Stunde kein Wasser oder das Wasser lief nur mit sehr geringem Druck aus der Leitung. 

Der Bereitschaftsdienst von e-regio rückte umgehend aus und stellt am Wasserwerk Heimerzheim einen Stromausfall fest. Grund dafür war eine Überhitzung an einem Leistungsschalter des Trafos. Aufgrund der extremen Sommerhitze in Verbindung mit der hitzebedingt ebenfalls hohen Leistung des Wasserwerkes und der dadurch entstehenden Wärme wurde eine Abschaltung des Trafos verursacht. 

Das für einen solchen Fall vorhandene Notstromaggregat ließ sich aus bisher ungeklärter Ursache ebenfalls nicht zuschalten. „Wir testen unser Notstromaggregat regelmäßig und bisher war alles in Ordnung. Wie es dennoch zu der Störung kam, werden wir jetzt ganz genau untersuchen“, so Egon Pützer, Geschäftsleiter Technische Dienste / Netze bei e-regio. Aufgrund der vielen Sicherheitsmaßnahmen ist ein Ausfall der Wasserversorgung extrem selten und im Gebiet des Wasserversorgungsverbandes Euskirchen-Swisttal auch noch nicht vorgekommen.

Durch die sofort eingeleitete Kühlung des Trafos konnte die Stromversorgung schnell wieder hergestellt und das Wasserwerk wieder in Betrieb gesetzt werden.

Als Sofortmaßnahme kühlt e-regio nun während der Hitzeperiode durchgängig den Trafo. Techniker arbeiten bereits an der Notstromversorgung. Zusätzlich wird umgehend ein Ersatz-Notstromaggregat bereitgestellt.

Sommerhitze führt zu hohen Abnahmemengen

Die Gemeinde Swisttal und die Stadt Euskirchen werden insbesondere von den Wasserwerken Heimerzheim und Arloff versorgt. Gestern waren die Abnahmemengen durch die heißen Temperaturen rund doppelt so hoch wie normal. Am Abend stieg zusätzlich durch Gartenbewässerung und Duschen die Abnahmemenge sprunghaft an. In dieser Situation konnte das Wasserwerk Arloff den Ausfall des Werkes in Heimerzheim nicht vollständig kompensieren. 

Braunfärbung des Wassers unbedenklich

Wenn nach der Unterbrechung der Versorgung das Wasser wieder mit Druck in die Leitungen fließt, kann es zu einer Braunfärbung des Wassers kommen. Hierbei handelt es sich lediglich um Eisenoxid, das sich mit der Zeit in den Leitungen absetzt und durch den Druck gelöst wird. Das ist völlig unbedenklich. Um die Färbung zu minimieren, haben die Mitarbeiter von e-regio bis in die frühen Morgenstunden Spülungen der Leitungen vorgenommen. Wer noch eine Braunfärbung bemerkt, kann das Wasser einfach eine Weile ablaufen lassen. 


Foto: e-regio GmbH

Text: e-regio GmbH