Beim Badneubau oder -umbau auf den Schallschutz achten

Laut einer Forsa-Umfrage* werden 41 % der Deutschen fast jede Nacht wach. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass vor allem die volle Blase sie aus den Träumen scheucht. Der Gang aufs Örtchen ist allerdings nicht nur lästig, sondern macht oft erst richtig wach. Im schlimmsten Fall wird sogar der Partner oder die Familie im Schlaf gestört. Das muss jedoch nicht sein: Wer bei der Wahl der Badausstattung auf Schallschutz achtet, kann Störgeräusche deutlich reduzieren.

Fast die Hälfte der nächtlichen WC-Benutzer (49 %) verzichtet laut Forsa darauf, das Licht einzuschalten. Man will ja niemanden wecken und auch selbst schnell wieder einschlafen. Doch die Toilettenspülung macht oft alle Bemühungen, unbemerkt das WC aufzusuchen, zunichte. Das Wasser gurgelt und rauscht aus dem Spülkasten, durch das Toilettenbecken und dann durch die Abflussrohre. Anschließend schießt es geräuschvoll in den Spülkasten ein. Kein Wunder, dass 23 % der Umfrageteilnehmer die Toilettenspülung als schlimmstes Störgeräusch im Bad erleben, gefolgt vom Wasserzulauf (18 %) des Spülkastens, den rauschenden Abflussleitungen des Nachbarn (12 %) und dem Zuschlagen des Deckels (10 %). Ein leises Bad könnte demzufolge die Lebensqualität deutlich erhöhen.

Das Schallschutz-Know-how des Installateurs nutzen

Es gibt viele Maßnahmen, um Geräusche aus dem Bad zu minimieren. Sie beginnen bei der Sanitärinstallation hinter der Wand, also bei Abwasserrohren und Vorwandelementen. Hier sollte sich der Bauherr vom Sanitärinstallateur gründlich beraten lassen. Schallgedämmte Abwasserrohre etwa oder eine spezielle Befestigung der Rohre an der Wand mindern Geräusche durch abfließendes Wasser deutlich – nicht nur im Bad, sondern auch in den umliegenden Räumen. Ebenso können Vorwandsysteme beim Einbau durch einfache Mittel akustisch von der Wand entkoppelt werden.

Bei Möbeln und Toiletten auf Schallschutz-Potenzial achten

Während bei der Sanitärinstallation die Sachkenntnis des Handwerkers gefragt ist, hat der Bauherr den Schallschutz „vor der Wand“ weitgehend selbst in der Hand. Vom Badschrank über die WC-Keramik bis hin zur Spülauslösung gibt es mittlerweile Modelle, die ihren Dienst flüsterleise verrichten. Angefangen bei der Schublade des Waschtischunterschranks, die dank Funktionen wie „Push-to-open“ und „Soft-Closing“ kaum noch Geräusche beim Bedienen erzeugt. Berührungslose Spülauslösungen und WC-Sitze mit Absenkautomatik minimieren ebenfalls die Geräuschkulisse. Was bislang wenige Bauherren wissen: Es gibt WC-Keramiken, deren Becken aufgrund ihrer speziellen Form besonders leise ausgespült werden.

Schallgedämmte Abwasserrohre mindern die Geräusche durch abfließendes Wasser.

Schallentkopplung: Vorwandsysteme lassen sich durch Montageplatten ganz einfach akustisch vom Baukörper entkoppeln.

Mit einer Absenkautomatik gleiten WC-Deckel und –Brille sanft und geräuschlos nach unten.

Geberit

 Geberit